Und weil ich so lange kein Buch mehr rausgebracht habe …

4. Juni 2017

… geht es ungebremst mit Teil vier weiter. 🙂

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Uuuuuuuuuuuuuuuuuund zum Dritten!

29. April 2017

Teil 3 vom Code 0-37 hat es jetzt auch aus der Amazon-Schutzhaft geschafft!

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Geht direkt weiter …

27. MĂ€rz 2017

Teil 2 von Code 0-37 ist frisch gepurzelt!

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Eine neue Amatis-Reihe …

22. Februar 2017

Wer will Gay Crime? Mit paranormalem Setting und Helden, die sich erst einmal krĂ€ftig beschnuppern mĂŒssen? FĂŒr euch hĂ€tte ich da was. 🙂

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Nichts Neues …

18. Januar 2017

… dafĂŒr niedlich. Die Anthologie „MĂ€rchen Que(e)rbeet 2“ wurde vom Markt genommen, darum habe ich mein dort enthaltenes MĂ€rchen jetzt noch einmal allein veröffentlicht.

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Merry, merry Christmas …

24. Dezember 2016

WeihnachtsmannIhr Lieben, ich wĂŒnsche euch den Frieden. Und gutes Essen. Und Besinnlichkeit. Ausschließlich glĂŒckliche Familienmitglieder. Ganz viele Freunde. Und Freude. Nur so viel Weihnachtsmusik, wie ihr ertragen könnt. Schöne Geschenke. Gesundheit. Jederzeit ein gutes Buch, falls Seelenflucht notwendig wird. Und alles das, was ihr sonst noch braucht, um heil bis Silvester durchzuhalten. Möge die Marzipankartoffel mit euch sein und die Nerven unterm Tannenbaum niemals versagen. Wir sehen uns auf der anderen Seite …

Ein letztes Mal …

3. Dezember 2016

… heißt es nun „Change for …!“

Sammy und Dylan zum sechsten und letzten Mal. Ich wĂŒnsche euch viel Freude mit „Change for love“.

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Wildzauberei

30. Oktober 2016

Ohne viel Firlefanz kĂŒndige ich hier jetzt die Ankunft meines JĂŒngsten an. Jarids Abenteuer geht weiter!

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Kein Grund zur Sorge …

27. Oktober 2016

… alles ist gut.
Ich hab nur mal wieder ein Buch geschrieben.

Jarid 2 hatte mich ziemlich gequĂ€lt. Eigentlich wollte ich den sowieso nicht schreiben. Jarid und Tamas sind ein glĂŒckliches Paar, fertig.
Oder?
Nun hatte das Konzept der Wildzauberei als solches mich aber von Anfang an heftig begeistert und da spukte der Wunsch herum, das noch einmal richtig auszuloten. Jahrelang. Bis Jarid mich aus dem Hinterhalt ansprang und verkĂŒndete, dass er eine komplette neue Story fĂŒr mich im GepĂ€ck hat. Schick, oder? *strahl*
Nein, ich fand das gar nicht schick, denn ich wollte eigentlich seit August mit dem 6. Teil von Sammy und Dylan fertig sein. Aber auf mich hört ja sowieso keiner.
*seufz*
Also hab ich Jarids neue Geschichte geschrieben. Die lief an fĂŒr sich auch recht flockig, nur dass es mal wieder ein Skript war, bei dem jeder einzelne Buchstabe erst handschriftlich in ein Notizbuch vorgemalt werden musste, bevor er auf die Festplatte durfte. Mit dem Kuli in der Hand: Es lĂ€uft, es fließt, es stĂŒrmt voran. Am Laptop sitzend: Schallendes Schweigen im Walde, dass es in den Ohren weh tut.
Ich hab kein grundsĂ€tzliches Problem damit, handschriftliche Notizen abzutippen, beinahe jedes Skript hat bei mir eine Phase, wo es zwischendurch bloß auf diese Weise weitergeht. Diejenigen, die ausschließlich auf diese Weise funktionieren, sind aber doch selten. HĂ€lt auf und nervt, nervt, nervt.
Letzten Sonntag hatte ich das GefĂŒhl, zum Endspurt blasen zu können. Heißt: Ich bleibe wach und schreibe und gehe erst ins Bett, wenn ich das Ende erreicht habe. Ich hatte die komplette Endszenerie vor Augen und so groß erschien die mir jetzt gar nicht. Sonntag also bis halb fĂŒnf morgens gepinnt und festgestellt: Ich bin dem Ende kein bisschen nĂ€hergerutscht. Hmpf.
Also Montag dann, ja?
Montag lief gar nichts. Außer Panik, weil sĂ€mtliche Handlungsbilder in meinem SchĂ€del pulsierten und da nicht rauskommen wollten. Zwar den ganzen Tag und die ganze Nacht rumgeschrieben, doch nicht wirklich was geschafft.
Also Dienstag dann, ja?
Dienstag ging es ganz gut voran. Unterbrochen von diversen LĂ€stigkeiten wie Kind zur Ergotherapie fahren und Großeinkauf. Geschrieben und geschrieben und geschrieben und GESCHRIEBEN! – und nicht fertig geworden.
Also Mittwoch dann, ja?
Nachdem die Nachtschichten lang und immer lĂ€nger wurden, Mittwoch bis 11.00 Uhr morgens geschlafen. Auf die Couch getorkelt und geschrieben, geschrieben, geschrieben. Mit dem GefĂŒhl, eigentlich jede Minute fertig zu werden, weil es wirklich gut lief. Entspannt 1 1/2 Stunden mit dem Zweitkind vertrödelt und gequatscht und ja, ich war ĂŒberzeugt: Das bisschen Buch, das schaff ich weg. Dieses GefĂŒhl, das man hat, wenn man auf einem mittelhohen Berg steht und durch die Gegend schaut. Runter ins Tal? Hö, in einer halben Stunde zu schaffen. Ist doch nix, alles easy!
Das klappt nur, wenn man Tom Bombadil heißt und eigentlich kann ich solche Dinge sonst sehr viel besser einschĂ€tzen. Ich meine, das war jetzt mein 49. Skript unter Sandra Gernt. Inklusive aller offenen Pseudonyme, exklusive Kurzgeschichten bei Anthologien. Dazu kommen einige extreme Schwergewichte unter Echtnamen. Ich hab Erfahrung, verdammich, und wenn ich sage: Yoah, das sollte heute zu schaffen sein! – dann stimmt das normalerweise auch.
Bei Jarid war mal wieder alles anders. Muss an der Wildzauberei liegen …
Also, ich bin am Mittwoch fertig geworden. Wenn man den Tag solange Mittwoch nennt, bis man sich zum Schlafen ins Bett legt. Ansonsten war es doch eher Donnerstag, 5.30 Uhr am morgen.
Ich. Bin. FERTIG!!!

Und den gesamten Donnerstag orientierungslos durch die Gegend getaumelt. Wo bin ich? Warum bin ich hier? Wie heiße ich und warum ist die Wohnung so unglaublich furchtbar dreckig?
Sanna erzĂ€hlte mir von ihren WochenendplĂ€nen. Wochende, ja, das dauert ja noch … Moment mal … Heute ist Donnerstag? Echt jetzt? Gerade war es doch noch Montag?
Beim Betreten der KĂŒche rĂŒckwĂ€rts wieder rausgesprungen und embryonale Schutzhaltung eingenommen. Nur fĂŒr den Fall, dass der Riesenstapel Schmutzgeschirr bereits genug intelligentes Leben gezĂŒchtet hat, um eine Partei zu grĂŒnden und auf Menschenjagd zu gehen. Die gesamte Bude verkrĂŒmelt, chaotisch, die Tische kleben, die SchmutzwĂ€sche stapelt sich. Sauberes Geschirr ist trotzdem noch vorhanden, weil ich irgendwann – Dienstag oder so – mal die SpĂŒlmaschine angeworfen habe. AusgerĂ€umt allerdings nicht.
Normalerweise fĂ€ngt mein angeheirateter Schatz das auf, wenn ich im Buchbeendungswahn bin und nichts mehr um mich höre oder sehe, weil ich 24 Stunden in einer alternativen RealitĂ€t zubringe. Der arbeitet allerdings 540 Kilometer von mir entfernt an der KĂŒste und wir ziehen erst nĂ€chsten Juli wieder zusammen.
NatĂŒrlich laufen hier noch zwei Kids herum. Die eine ist Autistin mit ADS (ohne H) und sieht Chaos schlicht und ergreifend nicht. Sie leugnet auch standhaft, welches zu erzeugen. Oder alles, was sie nicht mehr braucht, genau dort fallen zu lassen, wo sie diese Erkenntnis getroffen hat. Glaubt sie mir nicht.
Die andere ist 15, was eine Diagnose fĂŒr sich ist, hat auch ADS, nur ohne Autismus. Die sieht das Chaos zwar, findet es aber kuschelig.
Na ja, und ich habe ADS und Schreibsucht. Ich hasse Chaos, aber wenn ich im Schreibfieber bin, sehe ich auch nichts mehr. Superklasse.
Also erst mal die KĂŒche in einen Zustand versetzt, dass das Seuchenkommando zufrieden daheim bleibt. Alles aufgerĂ€umt, bis auf die Kinderzimmer. Die sind hoffnungslos. HandtĂŒcher in die Waschmaschine geworden. GeprĂŒft, ob sich unerlaubt Leben eingeschlichen hat, aber nein, alles gut. Weder Fruchtfliegen noch irgendetwas mit mehr Beinen als ich.
Gegen 16.00 Uhr fielen mir mehrere Dinge auf: Das Erstkind wĂŒrde in 20 Minuten aus der Schule kommen, ich habe noch keinen KrĂŒmel gegessen und keinen Tropfen getrunken. War auch gar nichts mehr da, was ich hĂ€tte trinken können. Also SpĂ€tmittagessen gekocht und heimkehrendes Kind auf das FlĂŒssigkeitenproblem angesetzt.
Rumgegammelt.
MĂŒde gewesen.
Nichts getan.
Über Jarid nachgedacht.
Mich leer und verlassen ohne mein Skript gefĂŒhlt.
In die Wanne gegangen, denn wirklich gesellschaftstauglich war mein persönlicher Hygienestatus jetzt auch nicht …
Jarid nachgetrauert.
Erstkind Fotos fĂŒr den Kunstunterricht vergrĂ¶ĂŸert und am Drucker verreckt, der kein Papier annehmen will.
Werde gleich mal Printcover erstellen. Muss noch fĂŒr den letzten High Fantasy, fĂŒr die Herbstzeitlosen und eben fĂŒr Jarid Prints fertig machen. Und Sannas letzten Superhit lektorieren. Hatte in letzter Zeit das Leben nicht so ganz im Griff. U.a., weil ich ein Buch schreiben musste, das nie geplant gewesen war. Hat immerhin fast 5 Wochen meines Lebens gekostet!
Dieses Nichtstun ist sehr verwirrend.
Kein Buch zu schreiben ist auch sehr verwirrend.
Irgendwie bin ich nicht ganz lebensfĂ€hig in dieser RealitĂ€t, fĂŒrchte ich.
Vielleicht sollte ich doch noch einen Bestseller raushauen und mir eine Hauswirtschafterin zulegen …
Ein Buch schreiben ist eigentlich immer eine gute Idee. Sammy und Dylan warten auf ihren Einsatz.
Das mache ich dann, sobald Jarid draußen in der Welt ist.
Ihr seht: Es besteht kein Grund zur Sorge.
Alles wird gut …

Jarid zum zweiten

6. Oktober 2016

Eigentlich wollte ich quasi schon mit Teil 6 von Dylan und Sammy fertig sein. Stattdessen hat Jarid sich in einer Blitzattacke bei mir breit gemacht und zwingt mich zu einer Fortsetzung, die definitiv nie geplant gewesen ist. Ich bin schon halbwegs durch mit dem Bengel und danach, ich schwöre es! HÀlt mich nichts mehr von meinen Lieblingsgestaltwandlern ab.

HĂ€ppchen?

1.
„Knie nieder, Jarid!“, kommandierte Meister Malin. Jarid gehorchte umgehend und hielt still, auch als sein Meister einen schweren MarĂștdolch zĂŒckte und damit auf ihn zukam.
„Du bist bekanntlich ein Knappe, kein Krieger“, sagte FĂŒrst Rodwyn, wĂ€hrend Meister Malin sich hinter Jarid stellte, seinen Kopf herabdrĂŒckte und in seine zahllosen dunkelblonden Zöpfe griff. „Allein auf den Straßen wĂŒrde ein einsamer MarĂșt, der wie du nicht allzu schlagkrĂ€ftig aussieht, die falsche Art von Aufmerksamkeit erregen. Darum sollst du ohne deine Ehrenringe reisen.“

2.
Warme, stickige Luft schlug ihm entgegen, als er die TĂŒr öffnete und hindurchtaumelte. Er wurde in Kindheitserinnerungen eingehĂŒllt, in das GefĂŒhl von Sicherheit und Heimat. GerĂŒche von Bier, Rauch, Essen und zu vielen Menschen. Beinahe hĂ€tte er vor GlĂŒck geweint, konnte sich aber noch in einen bloß halb vorgetĂ€uschten Hustenanfall retten. Er war ein MarĂștknappe, verdammt! Die weinten nicht vor GlĂŒck, bloß weil sie nach ein paar Stunden im Regen und einigen unbeachteten Minuten neben der TĂŒr ĂŒber Bierlachen steigen und sich durch grob geschĂ€tzt zwei Dutzend eng zusammenstehender MĂ€nnerkörper schieben durften. Das Prickeln und Stechen in seinen HĂ€nden, FĂŒĂŸen und Wangen war kaum zu ertragen, genauso wenig wie die erschlagende Erschöpfung, die wie Felsbrocken auf ihm lastete. Er ignorierte es bestmöglich und versuchte weiter, den Tresen zu erreichen, wo ein dicker, glatzköpfiger, rund fĂŒnfzig Jahre alter Kerl mit speckiger SchĂŒrze Bier zapfte.
„Na mein Junge, bist du von daheim weggelaufen? Oder hast du dich auf dem Weg zu Mamas Brust verirrt?“, fragte der Wirt spöttisch, als Jarid sich durchgekĂ€mpft hatte.

3.
Das Ganze unter heftigen Diskussionen mit seinen Leuten, die den Aufwand ĂŒbertrieben fanden, den Jungen blenden, vielleicht doch töten oder adoptieren wollten.