Lesung in Neubrandenburg …

Freitag, 17. April, 2015

 

Neubrandenburg – unglaublich anstrengend und noch unglaublicher, wie schön es mal wieder war!

Ich vermisse mein Giraffenrudel, ohne fühle ich mich so schutzlos und allein.
Und ich bin erfüllt von all den großartigen Momenten und Erlebnissen, stundenlangen reden und lachen, der berechtigten Sorge, aus diversen Lokalen und Restaurants rausgeschmissen zu werden (ich sage nur HUHN!) …

Die Hinfahrt habe ich mit dem Fernbus gewagt, was ich nicht noch einmal tun werde. Vom Preis her unschlagbar, an Komfort war alles da, was man in einen Bus packen kann, die Fahrer waren freundlich und kompetent, die Fahrt staufrei und unkompliziert. Aber 8,5 Stunden von Düsseldorf bis Berlin sind einfach zu lang und mir bekommt Busfahren wirklich gar nicht, wie ich mal wieder feststellen musste.

Die Tage in Neubrandenburg, einschließlich der Lesung, waren absolut großartig. Das lag ausschließlich an meinem Autorenkollegen von Deadsoft, nämlich Sandra Busch, Sabine Damerow, Jobst Mahrenholz, Chris P. Rolls und T.A. Wegberg. Außerdem war Dennis Stephan vom Incubus-Verlag dabei.

> Jobst Mahrenholz und Chris P. Rolls. 🙂  Jobst und Chris

Sanna liest < Sanna liest, ich lausche. 🙂 (Natürlich waren da noch ein paar Leute mehr).
Ich habe vor dem Oberbürgermeister von Neubrandenburg gelesen, der sogar höflich applaudiert hat. 😛 Leider mangelte es ansonsten stark an Besuchern …
Aber wir wollen nicht pingelig sein, wir hatten Spaß. 🙂

Scheckübergabe Scheckübergabe vom bisherigen Erlös der Anthologie „Yep – warum nicht anders?“ an die Verantwortlichen von Rosa-Lila. 1200 Euro sind bislang zusammengekommen, an dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben. 🙂

Die Rückfahrt ging mit der Deutschen Bahn.
Ich hatte mir einen Platz in einem Abteil gebucht, bin aber aus nicht näher zu ergründenen Ursachen trotzdem im Großraumwagen gelandet. Außerdem war mein reservierter Platz von einem Mann besetzt, der mich so unfröhlich anstarrte, dass ich gar nicht erst versuchte, mir diesen Platz zu erkämpfen, sondern mich daneben niederließ. Alles andere war sowieso besetzt, der ICE war vollgestopft bis unters Dach. Tja, 4,50 Euro zu viel ausgegeben. Egal. Die Fahrt war ruhig, ich konnte schreiben und WhatsAppen, ein bisschen dösen, mein Sandwich futtern und mich freuen, als der Kerl neben mir sehr unhöglich klar machte, dass er beim nächstenHalt irgendwohin fliehen wollte, wo es mich nicht gab. Dabei hatte ich doch morgens geduscht und mich leise verhalten, ihm nicht auf die Füße getreten oder die Ellenbogen in die Rippen gerammt … Tsss. 😉
Die ganze Zeit hatten wir eine Verspätung von ca. 5 Minuten und es war unklar, ob ich meinen Anschlusszug (Regionalbahn) in Köln erreichen würde. Die Hoffnung bestand, immerhin hätte ich 8 Minuten Umsteigefrist, um von Gleis 6 auf Gleis 9 zu wechseln. Plötzlich wurde der Zug langsamer und die Verspätungsspanne immer größer. Ich hatte derweil einen Alternativzug rausgesucht, bei 20 Minuten Verspätung war offensichtlich, dass ich stranden würde.
Schließlich erfuhren wir, dass es eine „Personenüberfahrung“ kurz vor Köln gegeben hatte und unser Zug deshalb umgeleitet wurde. 🙁 🙁 🙁
Mein ganzes Mitgefühl gilt dem Zugführer und seiner Familie, so etwas ist einfach nur ein Albtraum!
Wie erwartet war mein Anschluss weg, als ich am Kölner Hauptbahnhof eintrudelte.
Der ist gräßlich groß und selbst kurz vor Mitternacht herrscht da noch ein Treiben wie … wie am Bahnhof eben.
Ein junger Mann mit seltsamen motorischen Zuckungen fragte mich mit brechender Stimme nach einer kleinen Spende für eine Übernachtung. Da er saubere, sehr ordentliche Klamotten trug, anständig rasiert war, gut roch und auch sonst nicht weiter bedürftig wirkte, hab ich abgelehnt. Er motzte was von Leuten, die ein Dach überm Kopf und ein warmes Bett haben, zockelte ab, wurde auf einmal motorisch deutlich sortierter und setzte sich mit einem hochmodernen Handy mit Kopfhörern in eine Ecke. Aha.
Ich hatte eine Dreiviertelstunde Zeit, den nächsten Fahrkartenschalter zu finden. Gar nicht so einfach, der Kölner Bahnhof ist einfach nur … groß. Schließlich endeckte ich doch einen passenden Automaten. Und musste feststellen, dass ich von meinem Heimatstädtchen nach Köln 5,50, umgekehrt allerdings 7,70 Euro berappen muss. *kopfkratz*
Ich wollte mich gerade dem Unvermeidlichen fügen, als mich jemand von der Seite anquatschte. Ein junger Mann (nicht der von vorhin) streckte mir ein Eintrittsticket von einem Konzert entgegen und erzählte von Kombi und er bräuchte es nicht.
Häh? Ich war müde und fühlte mich undezent belästigt.
Es sei ein Kombiticket für den Konzerteintritt und Regionalverkehr und er hätte ein Monatsticket und ja, es war das Datum vom heutigen Tag.
Ich fasste mir an den Kopf und flehte laut darum, dass ich doch einfach nur nach Hause fahren wolle. Ich war seit 7.30 Uhr auf den Füßen, seit zig Stunden unterwegs, müde und durchgefroren und überhaupt …
Er blieb hartnäckig, wies auf das Ticket, meinte, ich könne es für 5 Euro haben.
Und dann machte mein unwilliges Hirn endlich „klick“ und aha! Der junge Mann schlug mir gerade einen Deal vor, von dem wir beide etwas haben würden. Sorry, normalerweise schnalle ich besser, was meine Umwelt von mir will. *schäm*

Mein Alternativzug kam überpünktlich. Neben mir hockten 3 junge Kerle, die sich lautstark via Handy mit einem vierten über ihre „Chicks“ unterhielten, von denen eines 18 und vergeben sei, das andere 21 und blond. Die brauchten geschlagene 20 Minuten, um diesen simplen Sachverhalt mit viel „ey Alter“ zu erklären. *gna*
Das letzte Highlight des Tages war mein Taxifahrer. Derselbe, der mich bereits nach der Buch Berlin-Messe nach Hause gefahren hatte. Total knorriger Typ, ein Rettungsassistent, der viel zu erzählen hat. (Er arbeitet Vollzeit und kann damit seine Familie NICHT ernähren!) Da war mir die Fahrt tatsächlich zu kurz …

Jetzt bin ich also wieder hier, hab unheimlich viel auf- und nach- und vorzuarbeiten, zu sortieren und zu tun und zu machen. Und sehne mich zurück zu meinem Rudel. Wir müssen das im Sommer schaffen, Leute!

Nach dem Flow …

Donnerstag, 5. September, 2013

… oder: Monströs verzweifelte Selbstzweifel

Die Tasten glühen. Die Story fließt. Vielleicht fließen gerade Blut, Schweiß, Tränen (…) beim Helden. Man fühlt sich unvergleichlich gut und weiß: DAS IST ES. Das ist genial. Gefühlsecht. Ach was, Gefühle pur, in Pixel gegossene Denkmäler, Mahnmal der eigenen Großartigkeit.

Das ist der Flow, der Zustand, den Autoren lieben. Ein Rausch ohne Drogen. Man lebt in der Szene, ist eins mit dem Helden, es gibt keine Buchstaben, keine Grammatik, keine Stilregeln, kein gar nichts mehr.

Dann ist die Szene beendet, man setzt sich glücklich erschöpft zurück, muss jetzt erst einmal regenerieren. Die Tränen der Rührung/Trauer/sonstigen Emotionen abwischen. Versuchen, wieder in dieser hiesigen Welt anzukommen.

Irgendwann später will man nachlesen, was man geschrieben hat, um sich daran zu begeistern und die Glut neu anzufachen, damit man mit sprichwörtlichem Feuereifer an die nächste Szene schreiten kann …

Und dann diese Ernüchterung. Klingt das nicht alles nach hohlem Gefasel? Viel zu emotional? Oder auch zu wenig emotional? Ist das logisch, was da steht? Übertrieben, untertrieben, zu viel von allem, zu wenig von gar nichts, stimmen die Kommas, schreibt man das Wort da nicht klein (…)

 

Das Monster Selbstzweifel ist erwacht und nun muss man sich beeilen es festzuketten, damit es wenigstens in seinem Käfig bleibt. Andernfalls wird es das unfertige Werk fressen und lässt den Schöpfer trauernd und unglücklich zurück.

Jetzt darf man bloß nicht versuchen, am Skript herumzuflicken, das wäre Futter für das Monster. Am besten lässt man die Szene in Ruhe und schreitet zur nächsten, tippt ein paar Notizen ab oder prüft, ob mit Plotplanung und Heldencharakterisierung noch alles stimmt (falls man sich mit so etwas aufhält). Wenn man die Bestie überhaupt nicht bändigen kann, schickt man das bisher Geschaffene schnellstmöglich zu einem erprobten Testleser, damit dieser einem sagen kann, ob es etwas taugt. Mit der Gefahr, dass man den Rat zum Einstampfen erhält. Aber Gewissheit ist besser als Zweifel und als Schöpfer kann man nun einmal nicht objektiv entscheiden, ob das eigene Baby wohlgeraten ist.

 

Selbstzweifel sind lästiger als Schmeißfliegen und kommen gerne immer wieder. Nicht nur dann, wenn man gerade einen Schreibrausch hatte, sondern auch ganz unvermutet zwischendurch. Eben war noch alles prima und das Skript wächst und gedeiht, alle Helden laufen brav in die richtige Richtung und dann BAMM! – und schon ist gar nichts mehr gut.

Auch wenn man meint, man hat alles geschafft, das Skript ist fertig, überarbeitet, von Lektorat, Korrektur und Testlesern abgesegnet, noch einmal überarbeitet, einzelne Schwachstellen geprüft, Recherche wiederholt, Wortdopplungen nach Kräften ausgemerzt, ein 6., 7., 8., 9. Mal überarbeitet – vor Zweifeln ist man niemals sicher.

Irgendwann hat man das Buchkind in die kalte, grausame Welt geschickt und hofft, dass es dort klar kommen wird. Wochenlang, monatelang gibt es keine Probleme, es kommen gute Rückmeldungen, man entspannt sich … Und dann ist es die fiese Abklatschrezi, oder man hat noch einmal in das Skript geschaut, um eine Kleinigkeit nachzulesen. Ungewollt lässt man die Bestie von der Kette und sie verbeißt sich in den Hacken. Ist das wirklich in Ordnung, was man da getan hat? Darf man überhaupt wagen, Geld dafür zu verlangen, dass andere Leute das lesen dürfen?

 

Jetzt ist es logisch zu fragen, warum Autoren sich diesen Stress freiwillig antun. Mit einem Monster zu leben, das sich nicht nur unterm Bett, sondern schlicht überall versteckt, um jederzeit aus dem Hinterhalt angesprungen zu kommen, wozu? Sind Autoren von Natur aus Masochisten? Warum gehen die nicht Eis verkaufen und machen Menschen mit jeder einzelnen Kugel zart schmelzender Köstlichkeit glücklich?

Tja.

Eis ist toll. Eis verkaufen sicherlich anstrengend, aber insgesamt auch toll, zumindest im Hochsommer. Aber der Flow … Dieser Rausch …

Ja, diesen Zustand erreicht man wirklich, wirklich selten. Und wer die Klauen der Bestie gerade im Nacken hat, kann davon höchstens träumen.

Trotzdem lohnt es sich.

Darum: Ich bin ein Schreibjunkie, süchtig danach, schreiben zu dürfen. Bleibt mir bloß weg mit Therapieversuchen und lasst mich mit dem Zweifelmonster kuscheln. Ich will einfach nur schreiben und zumindest gelegentlich rettungs- und haltlos glücklich sein. Wem das nicht gefällt, was ich tue, muss wegschauen, es gibt keine Leseverpflichtung. Und wenn ich gerade mal wieder depressiv bin, weil mein Kuschelviech an sämtlichen Nerven nagt, tja, dann ist das wohl nicht zu ändern.

So, und jetzt bin ich mal weg. Das Monster muss Gassi gehen …

11 Fragen – Blogtour

Montag, 8. Juli, 2013

1. Beschäftigt dich eine Aufgabe / ein Gedanke derzeit besonders?

 

Ja. ^^

Mehr dazu unter Punkt 6.

 

2. Was tust du, wenn du mitten in der Nacht – noch im Halbschlaf – einen Geistesblitz bezüglich einer Story hast? Kämpfst du dich aus dem Bett und machst Notizen oder schläfst du lieber weiter?

 

Aufstehen geht nicht, da ich extreme Kreislaufprobleme habe. Ich würde in Ohnmacht fallen, bevor ich ein Notizbuch erreiche. Licht machen und im Liegen schreiben geht auch nicht, da ich damit meinen Liebsten wecken würde, der jeden Arbeitstag um 5.00 Uhr aufstehen muss. Da ich meistens erst gegen 2.00 Uhr ins Bett gehe, aber um 7.00 Uhr für meine Kids aufstehen muss, weiß ich, wie heilig jede Schlafminute sein kann.

Darum, wenn mich ein Geistesblitz trifft, beobachte ich das daraus entstehende Gedankenfeuer. Brennt es sich sofort wieder aus, drehe ich mich selig schnaufend um und schlafe weiter. Packt es mich, spinne ich die Szenen aus, bis ich sicher bin, dass ich mich am nächsten Morgen daran erinnern werde. Das kostet mich schon mal 1-3 Stunden heiliger Schlaf, passiert zum Glück aber nur ganz selten. Inspiration finde ich bei einsamen Spaziergängen (mit Familie im Schlepptau finde ich leider meist nur Sonnenbrand ^^) und ausgiebigen Touren in der Badewanne.

 

3. Machst du dir feste Vorgaben, wie viel du in einer bestimmten Zeit schreiben wirst?

 

Das wäre sinnlos. Setze ich mich hin und sage: Ich stehe erst wieder auf, wenn ich 5000 Wörter gepinnt habe! – muss ich mich meist zwei Stunden später vom Solitärspielen abhalten. Wenn es fließt, schreibe ich auch 14 Stunden am Stück, wenn nicht, bin ich stolz auf jede einzelne Zeile.

 

4. Was bedeuten dir Kundenbewertungen?

 

Alles! Das ist mein Applaus, für den ich mich auf die öffentliche Bühne setze. Ohne Feedback vom Leser könnte ich das Veröffentlichen auch sein lassen. Und wenn es nur ein Job zum Geldverdienen wäre, würde ich Groschenheftromane schreiben. Schnell runtergerissen, nicht überarbeitet, wenig Stress, Freude über den Scheck vom Verlag, danke schön, auf Wiedersehen. Positive Bewertungen machen mich tage- und wochenlang glücklich. Fiese Verrisse deprimieren mich, vor allem wenn es verbale faule Tomaten sind. Mit echter Kritik, etwa „da hat mir der Tiefgang gefehlt, Held xy ist zu schnell über sein Trauma hinweggekommen etc.“ – kann ich gut umgehen und nehme mir das sehr zu Herzen, um das nächste Skript noch besser zu gestalten. Ein „Boah, langweiliger Sch…!“ stimmt mich einfach nur traurig.

 

5. Kannst du noch ungehindert Bücher lesen oder kommt der Autor in dir auf, wenn du Fehler, Unstimmigkeiten oder Textstellen findest, die du anders umgesetzt hättest?

 

Da ich auch sehr viel lektoriere, kann ich leider fast gar nicht mehr Spaßlesen. Wenn es mich überkommt, was selten geschieht, dann kann ich mich hineinfallen lassen und dann sind da weder Fehler noch Buchstaben. Selbst wenn mir hinterher klar wird, was für ein alberner oder kitschiger Unfug das gewesen ist. Leider kann ich auch Filme nicht mehr ungehindert genießen, ohne das mich regelmäßig der innere Lektor anbrüllt: ALSO NEE, DAS IST DOCH UNLOGISCH!

Sehr schade. 🙁 Ich bin dankbar, dass ich oft sehr gute Skripte lektorieren darf, so macht das herumkritteln wenigstens Spaß. 🙂

 

6. Verrätst du an dieser Stelle ein wenig was über dein aktuelles Projekt?

 

Ich kämpfe zurzeit mit einem Projekt, das zunächst als normaler Roman begonnen hatte, mit einer netten Fantasywelt.

Diese Welt wuchs. Und wuchs. Und wuchs mir über den Kopf.

Mittendrin musste ich es beiseite legen und etwas anderes schreiben, um den Kopf freizupusten. Ich habe dutzende Spazierkilometer zurückgelegt und bis an den Rand des Absaufens in der Badewanne gepaddelt, in drei Notizbüchern und zwei Computerdateien gleichzeitig gearbeitet, um meine Ideen zu sortieren. Danach hab ich die 120 Seiten, die ich bereits hatte, konserviert und erst einmal komplett neu angefangen. Die alten Textstücke verwende ich, aber ich muss viel „epischer“ schreiben, um alle Details der Welt, Geschichte, Mythologie und Hintergründe der einzelnen Charaktere angemessen zu würdigen. Ob ich das jetzt in einem Zug beende oder zwischendurch Entspannung mit einem weiteren Kurzroman oder was auch immer suche, bleibt abzuwarten. Ob ich es überhaupt je beende genauso. Ich hab allerdings bereits so viel Kraft dahinein investiert, dass ich mich schämen würde, es aufzugeben.

 

7. Fällt es dir leicht, Titel für deine Bücher zu finden oder suchst du dir da Hilfe?

 

Manchmal hab ich sofort den Titel, da steht noch kein einziges Wort im Skript. Und manchmal hadere ich das gesamte Skript hindurch, suche ständig neue Titel, keiner macht mich glücklich, alles ist furchtbar, ich nerve sämtliche Freunde, schrumple in der Wanne vor hin … Am Ende ist bislang aber noch immer irgendetwas auf dem Cover erschienen.

 

8. Hast du bei deinen Buchcovern Mitspracherecht?

 

Ja, Gott sei Dank! Bei den Verlagsbüchern darf ich komplett mitentscheiden und war bis jetzt auch immer beglückt. Für meine selbstveröffentlichten Werke habe ich entweder Hilfe einer lieben Freundin oder gestalte die Covers auch selbst. Letzteres ist inzwischen eine Art Hobby geworden, ich verbringe Stunden und Tage damit, an Coverideen zu basteln, ausprobieren, wieder verwerfen … Sehr entspannend.

Für das Problemskript hab ich bereits drei Covers entworfen. Das Jüngste werde ich wohl behalten. Vielleicht. Denke ich. ^^

 

9. Nascht du beim Schreiben?

 

Selbstverständlich nicht, das wäre ungesund für die Zähne und ruinös für die Figur!

– Okay, na gut, Schoko hier, Weingummi da, Lakritzbatzen dort … *hüstel*

 

10. Bevorzugst du als LeserIN eBooks oder Printausgaben? Warum?

 

Mittlerweile bin ich so daran gewöhnt, am Bildschirm zu lesen, dass ich damit besser klarkomme als mit Papierausgaben.

 

11. Möchtest du zum Schluss noch etwas loswerden?

 

Ich danke meinen Lesern, von denen sich viele Mühe geben, mich mit Rezensionen, persönlichen Emails oder netten Blogkommentaren zu beschenken. Ihr seid alle wunderbar und nur für euch nehme ich den Wahnsinnstress auf mich, mein Geschreibsel auch zu veröffentlichen. 🙂 Wer mich näher kennt weiß, wie lange ich gerudert habe, um an den Punkt zu kommen, diesen Traum leben zu dürfen und wie nah ich davor stand, ihn für immer aufzugeben. Schreiben und Lektorat wäre dann ein gelegentliches Hobby geworden, für das ich mir vielleicht alle paar Monate mal ein paar Minuten hätte stehlen können …

Folgende 11 Fragen möchte ich an Karin Kehrer, Peter Hohmann, Stefanie Maucher, Jacqueline Spieweg, Mina Kamp, Lena Seidel und Horus W. Odenthal stellen, sofern sie nicht bereits teilgenommen haben:

1. Was schreibst du gerade/planst du für die nahe Zukunft?

2. Nach dem Buch ist vor dem Buch: Kannst du sofort ans nächste Skript springen, sobald du eines beendet hast, oder brauchst du erst einmal Abstand?

3. Chaos oder Plot? Planst du jedes Kapitel und den gesamten Handlungsverlauf, oder springst du mit einem fröhlichen „Auf ins Abenteuer“ ohne Plot in die Geschichte?

4. Beendest du jedes Skript oder hast du Festplattenleichen?

5. Was ist dein persönliches Rezept gegen Schreibblockaden?

6. Wie gehst du bei der Bennennung deiner Helden vor? Fällt es dir leicht, den passenden Namen für jeden einzelnen zu finden?

7. Hast du dein Genre und deinen Stil gefunden oder experimentierst du gerne herum?

8. Man sollte keines seiner Kinder bevorzugen, aber so ganz heimlich … Welcher deiner Helden liegt dir am meisten am Herzen?

9. Wenn du in deinen älteren Werken herumstöberst, bist du dann stolz auf deine Entwicklung oder ärgerst du dich über die Fehler und Schwächen, die du dabei entdeckst?

10. Gibt es ein Genre, das dich reizen würde, an das du dich aber (noch) nicht herantraust?

11. Wo siehst du dich (realistisch betrachtet oder im Traum) in fünf Jahren?

 

 

 

 

 

Gna!

Mittwoch, 12. Juni, 2013

Ich sollte vielleicht tatsächlich mal eine schöpferische Pause einlegen, so wie mir eine gewisse emma es geraten hat.

Jetzt hock ich schon den ganzen Tag heulend und haareraufend vor meinem Skript. Kann echt nicht wahr sein! Normalerweise bin ich gut mit den kleinen Details. Hintergrunddeko, Andeutungen, x hat zu y gesagt, dass …, ein paar falsche Spuren hier, ein paar Intrigen da. Historische Eckdaten meiner Fantasywelten kann ich mir gut merken,  Legenden, Prophezeiungen und Mythologie sind so richtig mein Ding.

Bei dem jetzigen Baby hab ich da auf der ganzen Linie versagt. Überall Fehler, Fehler, Fehler! Ich versuche schon die ganze Zeit gründlich aufzuräumen und alles zu flicken, auch wenn ich wirklich keine Lust mehr habe. Immer mal wieder aufraffen, dransetzen, eine Runde verzweifeln, zwei Seiten hübschen, entnervt weglaufen, zurückzwingen, und das Ganze von vorn. Bis vor fünf Minuten  hatte ich aber noch Hoffnung, dass ich mich tatsächlich nur durchpeitschen muss, dann wird alles gut. An für sich ist das Skript nämlich gut zur Hälfte fertig.

Tja. Bis ich in ein mariannengrabentiefes Plotloch geplumpst bin. Gna! Schwerer Syntax Error! Das geht so nicht, das geht so aber gar nicht! Einmal Logik im Eimer, ein Charakter ist komplett falsch aufgesetzt, die Handlung läuft in die falsche Richtung, auf diesem Weg wird es weder ein happy- noch überhaupt irgendein Ende geben!

*Heul*

Ich will zu meiner Mama auf den Arm!

Wenn ich die Jungs nicht so lieb hätte, wäre das Skript jetzt bereits in der Tonne. Menno. 🙁

Snüff …

Dienstag, 21. Mai, 2013

Meine liebste Sanna hat mir einen Beitrag auf ihrem Blog gewidmet, bei ich erst einmal ein dickes Paket Taschentücher und annähernd zwei Stunden Zeit brauchte, um meine Rührung zu verkraften:

Sannas HP

Was soll ich da noch antworten?
Sanna, ich hab bis heute Nacht um 3.30 Uhr am Bildschirm bei unseren Jungs gehockt, bis ich fast mit der Stirn auf der Tastatur gelandet wäre oder Kieferbruch beim Gähnen erlitten hätte.
Heute Vormittag kam ein Lektoratsauftrag herein, ich habe noch drei Aufträge rumliegen und mein eigenes Skript bettelt auch um Aufmerksamkeit. Hat mich das interessiert? Nö, denn ich musste unsere Jungs weiterhätscheln, bis ich sie wieder zu dir schicken konnte. Es war trotz stundenlanger Aufmerksamkeit nur ein Mini-Häppchen von kaum 9.000 Zeichen. So etwas schreibe ich, wenn es fließt, normalerweise in 1 1/2 Stunden. Die lange Zeit war notwendig, weil ich wirklich sicher sein wollte, Thars‘ Gedanken und innere Entwicklung auf diesem kurzen Raum überzeugend und charakterstimmig darzustellen. Nicht für eine Sekunde war da der Gedanke, dass ich mich beeilen oder vielleicht pausieren sollte, weil ich dringenderes zu tun habe. Auch wenn ich weiß, dass du heute deinen elend langen Arbeitstag hast und es egal ist, ob ich um 13.00 Uhr oder 17.00 Uhr schicke. Ich war enttäuscht von mir selbst, es nicht bis zu deiner Mittagspause geschafft zu haben, kann also nur hoffen, dass du das Häppchen findest und Freude daran hast.
Es ist ein absolutes Privileg, mit dir zusammen arbeiten und schreiben zu dürfen und ich bin dankbar, es zu haben. Ohne dich hätte ich Dawning Sun nach drei Kapiteln in die Tonne getreten, meine Rashminder hätten mich in den Wahnsinn getrieben und Jarid wäre angstbibbernd auf seinem Baum hocken geblieben. Meine Studis hätte ich nicht veröffentlicht und Jiru wäre gestern Nacht von der Festplatte verschwunden.

Ich danke dem Schicksal, dass ich in weltoffener Stimmung war, als Simon mir deine Vampire schickte. Ich hätte das Skript an einem schlechten Morgen abgelehnt und niemals erfahren, was ich dadurch alles verloren hätte …
Wir haben uns nicht gesucht, aber gefunden.
Danke. 🙂

Spaß …

Donnerstag, 9. August, 2012

… kann man auf verschiedenste Weise haben.
Ich amüsiere mich gerade damit, ein Rashmind-Onurisches Lexikon zu erstellen. Einer meiner Testleser hat mir deutlich gemacht, dass er die vielen Details und Namen meiner beiden Schöpfungen nicht mehr nachhalten kann, darum werde ich dem folgenden Rashminder Tag ein Lexikon zufügen. Dank des Lesemarathons und der Notizen habe ich schon alles parat, was ich dafür brauche, deshalb ist es eben sehr amüsant.

Nicht ganz so lustig ist die Entscheidung gewesen, wie ich mit den vielen, vielen, vielen (VIELEN!) Informationen umgehen soll, die für den Zusammenschluss notwendig sind. Man hat mir dezent klar gemacht, dass sie, verpackt als Rückblick, den Lesefluss bis an den Rand der Langeweile hemmen.
Das geht ja nun gar nicht.
Ich werde sie also in den Anhang packen und auf das Beste hoffen.
Irgendwie, irgendwo, irgendwann wird alles gut.
Ganz bestimmt. 🙂

Glückskekse reloaded

Samstag, 28. Juli, 2012

Im Moment hab ich wieder pro Stunde 5+ neue Kommentare im Admin-Bereich rumliegen.
Eine Info an alle hoffnungsfrohen Spammer: Ich muss jede unbekannte Email-Adresse erst freischalten, vorher kommt der Beitrag nicht durch.
Nachdem ich die letzten Tage rigoros alles in den Spam-Eimer geworfen habe, was so ganz eindeutig eben dorthin gehört, bin ich jetzt doch mal wieder auf die Suche gegangen. Inmitten all dieser sinnlosen Aneinanderreihung von Worten und Silben finden sich halt auch Glückskekstaugliche Weisheiten. Oder Erkenntnisse der unterschiedlichsten Art. 🙂

Hier zum Beispiel von Alex:
>Eine sehr schf6ne dcbersicht, vielen Dank hierffcr.Insbesondere den Punk Blog als Passion kann man meiens Erachtens gar nicht hoch genug bewerten.Meine Blog-Projekte waren eigentlich stets nur dann wirklich erfolgreich, wenn ich auch hinter dem jeweiligen Thema stand.Nur des Geldes willen zu bloggen funktioniert (zum Glfcck) in den seltensten Fe4llen.Hu hu ich bins schon wieder die Steffi.na deine Mama und dein Papa haben wohl keine Zeit um mir mal zurfcck zu secihrben. Es ist ja bald Weihnachten und ich wollte euch allen Vieren ein schf6nes, besinnliches Weihnachtsfest wfcnschen und eine guten Rutsch ins neue Jahr. Ich werde dich bald mal im Kindergarten besuchen kommen.Eigentadlich war das ja eher anders herum: Text ist ienwgdro im Hinadteradstfcbadchen archiadviert, ich stoladpere gesadtern Abend zufe4ladlig fcber die Graadfik — zack: Textadpasadsage wieadder pre4adsent. Neben Veradtrauen lehrt sie uns gewiss auch viel fcber Peradsoadnenadatadtriadbuadieadrunadgen…Hach, niemand liest mehr Zeitungen..Ich kann das gut ncllvohaziehen, dass man nach Jahren des Mediensturms lernt nur Sachen wahr zu nehmen die einen auch wirklich interessieren. So oder so wird alles durch Medien vorzensiert aber ich halte es ffcr kritisch wenn man auf neue Entwicklungen nur durch Freunde bzw Freundesfreunde aufmerksam wird. Die Interessen fcberschneiden sich ja ohnehin meist (sonst we4re man nicht befreundet), das ffchrt dann dazu, dass man im eigenen Saft bre4t. Damit le4uft man Gefahr seine freie Meinung nach und nach zu nivellieren um sich der des sozialen Netzes anzupassen.<

Da kann man nur sagen: Ja, so isses.
Nicht, dass uns das jetzt irgendwie überrascht hätte, nein.
Aber ich hatte "nivellieren" gar nicht mehr im aktiven Wortschatz, und das ist ein Fehler, der sofort wieder gut gemacht werden muss. 🙂

Der Rest taugt leider nichts. Nicht mal als Glückskeks. 🙁 Liebe Spammer, gebt euch doch bitte mehr Mühe mit euren Botschaften. Wenn ihr mir nicht gerade Viagra (ehrlich, bin weiblich!), Lebensversicherungen oder sonstigen Kram verkaufen oder mich über Krebsmedikamente aufklären wollt, bin ich geneigt, euch zuzuhören. Die Zwischentextbotschaften zu suchen, von denen ihr selbst nicht wusstest, dass sie da sind.
Oder einfach nur froh werden, weil ich Umlaute tippen kann.
Amen.