Am’churis zum Zweiten …

Oh, oh, bald geht’s los, mein Baby kommt raus …
Das große A hat es schon mal gelistet. Also, dass es grundsätzlich existiert. Veröffentlichung wurde auf den 1.12. vorverlegt, sprich, mit Lieferschwierigkeiten und allem sonstigen Gehuddel wird es Mitte Dezember vermutlich/hoffentlich wirklich da sein.
Damit geht das große Hibbeln wieder los – wie sieht es aus, wie fühlt es sich an, werden die Leute es mögen? *nägelkau*

16 Kommentare zu “Am’churis zum Zweiten …”

  1. karin sagt:

    hallo sandra!
    Möchte mich endlich mal auf diesem Weg für deine tollen Bücher bedanken. Habe sie alle im Regal und nicht nur einmal gelesen. Ich habe auch schon dein neues Werk vorbestellt und kann es kaum noch erwarten es in Händen zu halten.
    Woher nimmst du nur die Zeit um all deine Ideen so fantastisch zu Papier zu bringen?
    Warte natürlich auch gespannt auf ein neues ebook…
    Viele Grüße – und mach weiter so!

  2. Anna sagt:

    wie ne tüte chips !!
    auch wenn man sich noch so sehr bemüht einmal angefangen kann man einfach nicht mehr aufhören ! ich hatte mir fest vorgenommen nicht wieder in einem rutsch durchzulesen und jämmerlich
    versagt 😉 ich hatte die befürchtung das im zweiten teil die haubtfiguren um der story willen wieder auf einandergehetzt werden wie so oft in serien, eine kleine lüge oder ein missverständnis die das paar außeinander bringen und den armen leser nur den kopf schütteln lassen wie zwei itelligente sich liebende persönlichkeiten sich so dämlich anstellen können.
    ich habe mich sehr gefreut das diese sorge völlig umsonst war, die geschichte läuft völlig flüssig weiter die neuen figuren fügen sich nahtlos ein es war vom anfang bis zum ende gefühlvoll, erotisch, spannend und humorvoll. die entwicklung der persönlichkeiten war nachvollziehbar und hat sie mir deshalb um so nähergebracht.
    ich freue mich schon auf weitere storys
    mit freundlichen grüßen
    anna

  3. Sandra sagt:

    Liebe Karin,

    danke für das Lob! 🙂 Zeit – hm, ich habe keine, aber meine Helden nehmen da wirklich gar keine Rücksicht drauf …

    Liebe Anna,

    du bist die Erste, die mir ein Feedback gibt. Was bin ich froh, dass es dir gefallen hat … 🙂

    Herzlich Grüße,
    Sandra

  4. Nowaki sagt:

    Nabend Sandra,

    habe mir gerade die Leseprobe meiner heiss ersehnten Drachenkrieger Fortsetzung durchgelesen und muss gestehen dass das ein grosser Fehler war. Wie soll ich jetzt noch ruhig warten können bis sich das Buch in meinen vor Aufregung und absoluter Vorfreude kribbelnden Händen befindet. Was wenn es doch erst später kommt! Du schreibst ja selbst Mitte Dezember vermutlich/hoffentlich.
    Ohhhh….ich werde zu einem nervlich am Boden liegenden Wrack.
    Ich bin schon so gespannt und aufgeregt, wie ein Kind das sich auf seine Weihnachtsgeschenke freut.

    Nun dazu, was ich eigentlich über die Leseprobe schreiben wollte. Sie macht Geschmack auf mehr!!! *freu* *freu* *freu*

    Wünsche noch ein Schönes Wochenende
    bis dann Nowaki

  5. Sandra sagt:

    Hallo Nowaki,

    freut mich, dass dir die LP gefällt! 🙂
    Ich drücke die Däumchen, dass alles gut klappt und es ausnahmsweise mal keine Versandprobleme und sonstiges Gehuddel gibt …

    Liebe Grüße,
    Sandra

  6. Jan sagt:

    Hallo,

    Wie jedes deiner Werke, habe ich auch dieses Buch verschlungen. Es war gut, mehr allerdings auch nicht. Nette Geschichte, die man zwischendurch lesen kann, aber mir fehlten die Beziehungen zwischen der Personen. Hin und wieder wurde so etwas angedeutet (das neue Liebespaar usw.), aber dann wurde sich sofort wieder dem Kampf gewidmet.

    Das Buch bekommt von mit 3 von 5 Sternen 😉

  7. Sandra sagt:

    Hallo Jan,

    danke für das Feedback. 🙂
    Da „Kampf“ einen eher geringen Anteil an der Geschichte hat und es sehr viel um Gefühle und Beziehungen geht, vermute ich, dass du den engen Fokus auf ein Einzelpärchen vermisst hast? Diesmal sind ja mehr Personen und Handlungsstränge von Bedeutung.

    LG,
    Sandra

  8. Jasmin sagt:

    Liebe Frau Gernt!

    Ganz, ganz viele liebe Grüße aus dem derzeit -15 Grad kalten Wien ^^‘
    Ich möchte mich herzlich dafür bedanken, dass Sie die „Am’Churi“ Story in’s Leben gerufen haben, ich habe heute den zweiten Teil zu Ende gelesen und ich war wirklich den Tränen nahe. (Bin es grad wieder T T)
    Ich war schon vom ersten Teil begeistert, der zweite hat es dann noch getoppt! Ich habe gar nicht mit einer Fortsetzung gerechnet, als ich zufällig auf Amazon etwas suchen wollte und mich das rote Cover anspringt O O na sofort hab ich’s mir zugelegt.
    Ich bin in der Story versunken, habe mitgefiebert…..Sie schreiben wahnsinnig gut und ich liebe es, wenn der Leser sich plötzlich fühlt, als wäre er mitten im Geschehen.
    Ihre Charaktere sind so komplex, so interessant, jeder für sich, ich habe sie alle liebgewonnen (Sogar Lynea, obwohl ich Weiber in Liebesgeschichten zwischen Männern nicht besonders mag, aber Jivvin war ja tapfer hmhm)
    Vielen, vielen Dank für dieses wunderbare Werk, ich liebe es.
    Wäre eventuell ein dritter Teil drin? Dem Ende nach….hrmhrm 😉

    Glg Jasmin

    P.S.: Naydenmond und Eisiges Feuer waren ebenfalls wunderbar, man kann sich generell Ihre Charaktere in Gedanken ausgezeichnet vorstellen!

    • Sandra sagt:

      Liebe Jasmin,

      vielen Dank für Grüße und Lob. 🙂 Jaaaaa, Lynea ist ein Biest, das sich nimmt, was es will, aber sie kann damit leben, wenn sie es mal ausnahmsweise nicht bekommt. 😉
      Ein dritter Teil ist nicht geplant, wobei ich niemals nie sage. Ich mache es davon abhängig, ob mich ein überzeugender, spannender Plot anspringt oder nicht – eine Fortsetzung nur um krampfhaft einen 3. Teil zu zimmern würde niemandem gut tun …

      Liebe Grüße,
      Sandra

  9. Jasmin sagt:

    Liebe Frau Gernt,

    vielen Dank für die Antwort ^^= ein Autor, der so tolle Bücher schreibt, muss doch wissen wieviele Leser er damit begeistert *schwärm*
    Sie haben natürlich recht, erzwingen soll man nichts, das versteh ich schon, es muss „fließen“.
    Wenn die Muse einen küsst, tjaja was da nicht alles auf einmal zum Vorschein kommt *gg*.

    Danke nochmals und einen schönen Valentinstag wünsche ich Ihnen ^^

    Liebe Grüße,
    Jasmin

  10. Markus sagt:

    Hallo Sandra,

    jetzt muß ich doch mal einen Kommentar hier lassen.

    Ich habe mich mit großer Skepsis an die beiden Drachenkrieger herangewagt. Bisher hatte ich nur einmal versucht etwas „homoerotisches“ zu lesen und war herb enttäuscht…ein Porno in Buchform. Gar nicht mein Ding.

    Daher war ich von Ni’yo und Jivvin äußerst angetan. Der Sex könnte für meinen Geschmack auch noch etwas vager dargestellt werden, aber ich fand es nicht abstoßend und vor allem werden die Bücher nicht davon beherrscht.
    Ansonsten ist die Art von Geschichte genau passend für mich…feine Fantasy der etwas anderen Art.

    Allerdings bin ich jetzt doch etwas unbefriedigt. Ich möchte nämlich gern wissen, wie es mit den beiden weiter geht…
    und oben lese ich, dass kein 3. Teil geplant ist.
    Ich wünsche mir jetzt mal ganz fest, dass Sie von der Muse geküsst werden und es noch mehr als nur einen 3. Band gibt…
    Am’chur möge eine segnende Drachenklaue drüber halten!

    Viele Grüße aus Heidelberg
    Markus

  11. Sandra sagt:

    Lieber Markus,

    dank dir, ich freue mich, dass du deine Skepsis überwinden konntest! 🙂
    Wie schon geschrieben, ich will keine Fortsetzung um jeden Preis schreiben. Ich habe ein paar Ideen und ja, ich kann auch noch nicht von meinen Am’churi lassen. Ni’yo ist nach wie vor mein Lieblingscharakter … Die Latte liegt leider unheimlich hoch, es wird fast unmöglich, die Erwartungen der Leser nicht zu enttäuschen. 🙁

    Liebe Grüße,
    Sandra

  12. Miri sagt:

    Hallo Sandra,

    lese gerade den 2. Teil der Am’Churi-Reihe und bin jetzt ca. bei der Hälfte. Es gefällt mir wieder richtig gut, auch dass jetzt noch ein paar andere Charaktere heiß mitmischen 😉
    Aber Ni’yo und Jivvin sind natürlich meine Lieblinge, ganz besonders Ni’yo. Ich mag es, dass er so sensibel ist, trotz seiner Stärke, der Gegensatz der ja auch im Buch von jivvin angesprochen wird.
    Vor allem hat mir die Stelle gefallen, als Lurez die beiden blöd anmacht und Ni’yo ihm zeigt, dass er trotz seiner introvertierten Art und seines androgynen Aussehens und kleiner Statur weit überlegen ist 😀

    Ich hab das erste Buch schon verschlungen und wusste gar nicht dass es ein zweites geben sollte und war total happy als ich es letzten Monat zufällig bei Amazon entdeckt habe, als ich mal wieder nach etwas Nachschub für mein Homoerotik Regal gesucht habe 😉 Ich mag das Genre, aber ich brauche immer einen bestimmten Anreiz, z.B. klassische Fantasy, Vampire, SM ect (kein Alltagsgesäusel) und da ich sowieso Fantasy liebe, ebenso wie stattliche Krieger/Kämpfer, war dein Buch schon die perfekte Mischung. Als ich dann gesehen habe, dass es einen zweiten Band gibt, habe ich ihn sofort bestellt und jetzt auch endlich angefangen. Bis jetzt aufjedenfall wieder super 🙂
    Beim ersten hat mir auch sehr gut gefallen dass es, im Gegensatz zu vielen anderen Büchern des Genres, viel Story und eine verhältnismäßig lange Einführungsphase gab und die Erotik bzw die sexuelle Spannung, schließlich auch DIE Sex-Szene, ect erst später dazu kam bzw sich langsam aufgebaut hat, so wird das ganze viel schmackhafter, weil sich erstmal langsam etwas aufbauen kann und man das drumerhum kennen lernt. ich persönlich finde es viel reizvoller, wenn man zuerst eine neutrale situation hat, die sich dann erst allmählich verändert. vor allem hat man aber auch das Gefühl ein richtiges Buch zu lesen und nicht nur einen sinnlosen Porno, in den man hineingeworfen wird.
    Ich hätte jetzt schon gerne einen 3. Band!

    P.S. Ich habe mir die Aussprache der Namen übrigens auch schon genau so gedacht, wie du es beschreibst, bevor ich die Erklärung gelesen habe. Das finde ich sehr gut, so muss ich mich nicht umgewöhnen ;D

    LG
    Miri

    • Sandra sagt:

      Hallo Miri,

      du hast mich erwischt. *hust* Sehr beschämt bin ich gleich auf die „Hintergründe“-Seite gestürmt und habe ein bisschen an der Namensausspracheliste herumgepflegt. Das arme Ding, so erbärmlich vernachlässigt, das hat es gar nicht verdient …
      Die Szene, in der Ni’yo dafür sorgt, dass Jivvin seinen alten Kumpel nicht erschlagen muss, liebe ich auch sehr. Es war schwierig, in diese Geschichte einen helleren Moment einzubauen, in der man kurz schmunzeln darf. 😀
      Ni’yo ist eines meiner schwierigsten geistigen Kinder, eben weil er fast schon autistisch ist infolge der sozialen Inkompetenz, die ihm das Leben aufgezwungen hat. Lys ist noch komplizierter, aber Ni’yo liegt mir tatsächlich ein winziges bisschen mehr am Herzen. 🙂
      Ich hoffe, der Rest der Geschichte wird dir auch noch gefallen,

      LG,
      Sandra

  13. Liebe Sandra als erstens will ich dir sagen wie mutig es von dir ist, in einer doch noch leicht subtilen Homophoben Welt ein solches Kaipitel aufzuschlagen.
    Falls deine vergangenen Gesundheitlichen Gründen dir deine vertseckten Fähigkeiten geweckt haben und deine überfliessende Kreativität ob sanft oder schmerzhaft es hat sich in allen Massen und in alle Richtungen gelohnt.
    Die Ehre der Amchuri habe ich in den Ferien gelesen und liebe diese beiden Helden sehr.
    mit Ni, yo war es eher eine unbewusste symbiotische Beziehung weil ich eine sehr schlimme Kindheit hatte und ich meine wahre Identität vollständig verlor.
    Niyo verhält sich wie ein Typisches Fallbeispiel eines Menschen mit einem unglaublich verletzten Kindes.
    Rein Psychotherapeutisch sehr real und wirklichkeitsnah.
    Ich sehe du kennst dich in der Psychologie gut aus.
    Das zweite Buch ist genau so gut und danke dir für deine Leidenschaft.
    Ich habe auch Naydenmond gelesen und das einzige was mir auf dem Herzen liegt ist.
    Ich kenne mich in der Welt der Literatur überhaupt nicht aus, also ist meine Beobachtung wirklich sehr subjektiv.
    Müssen in deinen Bücher immer so viel Gewalt und Schmerz vorkommen?
    Ist es weil es in einer älteren Zeit spielt und die Mittelalterliche Welt geprägt ist von Barbarischen Verhalten?
    Ist es weil deine Leser einen gewissen Schmerz benötigen um sich selber wieder zu fühlen? Das sie Leben? Das ist keine Kritik, ich liebe dich und deine Bücher.
    Ich wünschte mir nur das die Homosexuellen die schon so viel gelitten haben und immer noch leiden.
    Weil viele geoutet sind, aber innerlich noch gegen seine eigenen Homophoben Dämonen kämpfen müssen und sie sich durch seinen tiefen Scham und Schuldgefühlen ihr sein noch nicht bedingungslos Lieben und ankommen können.
    In meinem Freundeskreis haben viele deine Bücher gelesen und wir haben darüber diskutiert, dass wir alle auch deine Bücher lesen würden wäre die Welt die du erschaffst etwas weniger brutal und etwas mehr liebevoll.
    Wir sind umgeben von so viel Intoleranz, Hass, Ängsten und Hoffnungslosigkeit.
    Das wenn wir durch unser Geist die Welt erschaffen, wir auch die Freiheit haben sollten eine neue Geschichte für eine neue Zeit zu kreieren.
    Ich glaube du verstehst mich, es geht nicht um Oberflächliche Beziehungen mit sich selber den Menschen und der Natur.
    Es geht darum das der Mensch sich am meisten vor seinem Licht fürchtet und nicht von seiner Dunkelheit.
    Schläge die das Schicksal mit sich bringen müssen nicht immer die besten Lehrmeister sein.
    Ich weigere mich nur durch Schmerz zu lerne, eine Sanfte sichere Hand kann weitaus mehr bewirken.
    Ich danke dir für alles und danke dir wirklich aus tiefem Herzen für deine Geschenke an die Welt.
    Liebe Grüsse Francisco

    • Sandra sagt:

      Lieber Francisco,

      vielen Dank für deine Worte, sie tun mir gut. Jedes einzelne davon.

      Ich hatte eine Kindheit, in der es quasi keine körperliche Gewalt gab, die aber von sehr viel psychischer Gewalt beherrscht wurde. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich meine eigene Identität finden konnte und ich bin immer noch dabei, mich selbst kennen zu lernen. Dazu kommen die – leider viel zu kurzen – Jahren, die ich in der Krankenpflege verbracht habe, umgeben von allen Arten menschlichen Leids.
      Meine Geschichten spiegeln all das auf unterschiedlichste Weise. Meine „Probleme“ lagen nie in meiner Sexualität begründet, doch ich habe festgestellt, dass sie sich am deutlichsten über jene Scham, Schuld und Verlassenheit Homosexueller ausdrücken lassen. Was viel über unsere Gesellschaft aussagt, zumal ich, um meine Familie zu schützen, nicht offen meinen Nachbarn und Bekannten sagen darf, was ich schreibe.

      Ni’yo ist fast autistisch, er beobachtet die Welt, ohne sie wirklich verstehen zu können, weil er niemals Teil von ihr sein durfte.
      Lys ist empathisch, mitfühlend und absolut emotional, genauso absolut aber auch rational und logikbeherrscht. Er versteckt sich hinter Masken und muss hart kämpfen, sich dabei nicht selbst zu verlieren.
      Rouven durfte niemals sein, wer er wirklich ist, und hat gelernt, alles das zu sein, was die anderen in ihm sehen wollen. Er spiegelt die Erwartungen und zerstört sich dabei selbst, weil er nur die negativen Schwingungen auffängt.
      Ich weiß nicht, ob du die Rashminder kennst – hier ist Lark die Schlüsselfigur, ein Mann, dem seine Identität geraubt wurde, indem man ihm die Magie gestohlen und ihn gezwungen hat ein Priester zu sein.
      Kaiden wurde magisch unterworfen und seine Kräfte gewaltsam unterdrückt und beschränkt. Er wurde gezwungen, sich für seine Magie zu schämen und sie zu hassen und lebt in einer Welt, in der er seine Liebe zu einem anderen Mann niemals offen zeigen darf.

      Das – und noch mehr – ist es, was ich war und teilweise noch bin. Ich war der Beboachter einer Welt, an der ich nicht teilhaben konnte, ich war und bin zu gleichen Teilen Emotion und Ratio, leb(t)e hinter Masken, spiegelte das, was andere in mir sahen, war gezwungen zu werden, was ich nicht sein wollte und durfte nicht sein, was ich bin.
      In „Voll das Leben“ fließen ein paar meiner Erfahrungen aus Pflegeberuf und persönlicher Trauer ein. Die einzige Geschichte, die wirklich nichts von „mir“ enthält, ist „Nur für dich“.
      Das beherrschende Grundthema all meiner Geschichten (mit erwähnter Ausnahme): Es gibt kein Leid auf dieser Welt, das nicht von der Familie verursacht werden kann. Wenn die Menschen, die man liebt, einen nicht akzeptieren, oder sogar zurückweisen. Wenn sie verletzen statt zu beschützen. Oder wenn sie verloren gehen.
      Mal ist es offensichtlich, wie bei Eisiges Feuer oder Nayidenmond, mal eher subtil wie bei Ni’yo und Lynea. Kaiden wurde gewaltsam von seiner Familie getrennt, Eryk hatte nie so etwas haben dürfen.

      Die extreme Gewalt, die meinen Helden widerfährt, physisch wie psychisch, dient nicht als Schockeffekt oder weil ich glaube, damit Leserwünsche bedienen zu können. Ich würde manchmal auch gerne leichtere Geschichten schreiben, heitere Erzählungen von Liebe und Freundschaft ohne Leid, von Lust ohne Scham oder Schuld. Von Menschen, die sich treffen und spüren, dass sie zusammengehören. Von Konflikten, die nicht über Komplexe auf Grund des nicht perfekten Äußeren oder unterschiedlicher Einkommensklassen hinausgehen. Vielleicht werde ich das auch irgendwann, da will ich mich nicht festlegen. Ich plane die Schicksalsschläge nicht, Geschichten entstehen bei mir immer erst während des Schreibens. Am Anfang stehen die Charaktere. Ich setze mich zu ihnen und lasse sie erzählen … Und weil sie so oft von Grausamkeit der Welt erzählen müssen, bringe ich sie in Fantasywelten, damit ihr Leid erträglicher wirkt. Nicht so real, vor allem aber nicht so hoffnungslos, wie es in unserer wirklichen Welt enden müsste. Hier bei uns gäbe es keine Magie, keine Götter, keine Drachen oder Elfen, denen man die Schuld zuschieben oder aber Heilung erhoffen kann. Das ist für mich das wichtigste Anliegen: All meine Helden wachsen an ihrem Schicksal und können es überwinden.
      Die physische Gewalt war im Nayidenmond bislang am grausamsten, Rouven hatte darum auch den schwierigsten Weg zurück zum Licht, zu Freiheit und einem entschiedenen: Ich bin, was ich bin und ich bin vor allem der, der ich sein will. Seine Geschichte hätte auch in unserer Welt und (mit veränderten äußeren und familiären Umständen) sogar in unserer Zeit stattfinden können. Da Klarträume nicht so „einfach“ zu erlernen sind wie dargestellt, und sein Schicksal mit einem realen Bezug nicht mehr als Unterhaltungslektüre hätte funktionieren können, brauchte es die Fantasywelt und all die Dekoration in Form von Mystik und Prophezeiungen.
      In der Reihe um Lys und Kirian ist die psychische Gewalt wesentlich bedeutsamer als physisches Leid, hier wäre es ohne magische Einflüsse nicht mehr glücklich geendet.
      Bei den Rashmindern thematisiere ich u.a. stark überzeichnet Homophobie und gesellschaftliche Ächtung von Homosexualität.

      So grausam allerdings die Welten, Gesellschaften und Feinde meiner Helden auch sind, jeder Einzelne von ihnen darf Liebe, Zuwendung, wahre Freundschaft, Heilung und seelische Nähe erfahren. Das ist mein Hauptanliegen: Nicht die Dunkelheit, sondern der Weg zum Licht ist meine Botschaft. Oder, wie du es ausdrückst: Die Ãœberwindung jener Angst, im Licht zu leben.

      Ich wünsche mir, dass du, deine Freunde und jeder andere, der meine Bücher liest, ein wenig von dieser Botschaft mitnehmen kann. Dass es vom Kampf gegen die inneren Dämonen ablenkt, vielleicht sogar einen Funken Hoffnung schenkt, eben diesen Dämonen eines Tages sagen zu können: Ihr habt keine Macht über mich.
      An ihnen vorbei gehen zu können und nicht zu fürchten, dass sie folgen werden.

      Alles Liebe,
      Sandra

Hinterlasse einen Kommentar